gruen für 3 - Bi Scholver Feld

Schreiben an die Stadt Gelsenkirchen





An den
Oberbürgermeister
der Stadt Gelsenkirchen
Rathaus Buer


Gelsenkirchen, den 04.02.2007




Betreff:
Änderung und Ergänzung Nr. 11 des Flächennutzungsplanes der Stadt Gel-senkirchen für den Bereich „Norderweiterung Chemiestandort Scholven“ zwischen Bergehalde Scholver Feld – Auf der Kämpe – BAB A 52 – Ulfkot-ter Straße – Bellendorfsweg – Fünfhäuserweg
Zur Beschlussvorlage Nr. 04-09/3626 v. 18.12.2006



Sehr geehrter Herr Baranowski,

wir lehnen die o. g. Norderweiterung des Chemiestandorts Scholven aus folgen-den Gründen ab:

1. Wie man der Beschlussvorlage vom 18.12.2006 entnehmen kann, besteht in fast allen Bereichen (Mensch, Tiere und Pflanzen, Wasser, Land-schaft/Landschaftsbild) eine mittlere bis z. T. sehr hohe Empfindlichkeit gegenüber weiteren Immissionen und Belastungen. Da diese bereits so hoch sind, sind uns weitere nicht zuzumuten. Zu dem Klimagutachten werden wir nach Fertigstellung noch Stellung nehmen.
2. Die Tier- und Pflanzenwelt in dem Bereich der Erweiterung wird gestört bzw. vernichtet werden. Eine Umsiedlung in den Kompensationsraum Horst ist nicht durchführbar.
3. Die Naherholung der Gelsenkirchener Bürger wird eingeschränkt. Aus-gewiesene Radwanderwege und Spazierwege entfallen.
4. Die Kompensationsmaßnahme in Oberscholven kann nichts bewirken, da sie bereits vorhanden ist und kein zusätzlicher Kompensationsraum ge-schaffen wird, im Gegenteil, der bisherige verringert sich.
5. Es bestehen auch Bedenken gegenüber der Erweiterung allgemein, weil nicht genau definiert wird, welche Industrieanlagen im Einzelnen dort an-gesiedelt werden sollen.

Im Übrigen bitten wir um Zusendung der Gutachten in der Langform.

Mit freundlichen Grüßen







Kopie an die Fraktionen: CDU, SPD, Grüne/Bündnis 90