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Chemie Norderweiterung: Wieder aktuell

Chemie-Norderweiterung : Wieder aktuell

Gelsenkirchen-Buer, 05.03.2010, Georg Meinert

 

Die politischen Gremien der Stadt beraten nächste Woche die Aufstellung eines Bebauungsplanes für den östlichen Teil der Norderweiterung des Chemiestandortes Scholven.

Somit ist die Norderweiterung des Chemiestandortes Scholven wieder auf der Tagesordnung. Nach mehr als einem Jahr, in dem das Thema nach teils heftigen Diskussion um die nötige (und dann erfolgte)  Änderung des Flächennutzungsplanes mehr oder weniger ruhte, beraten die politischen Gremien in der nächsten Woche die Aufstellung eines neuen Bebauungsplanes für den östlichen Teil des Geländes.

Der Bebauungsplan wird den Bau von Chemieanlagen ermöglichen und konkret im einzelnen festlegen. Auch, so Planungsreferatsleiter Clemens Arens, dass nur Anlagen im Verbund mit dem bestehenden BP-Werk und nur für Anlagentypen aus dem Be-reich Raffinerie und Petrochemie gebaut werden können.

Der neue Bebauungsplan bezieht sich auf das Areal zwischen A 52, Ulfkotter Straße, Scholver Halde und „Auf der Kämpe“.  Es ist rd. 60  ha groß. Rund 45 ha wird der B-Plan für Gewerbe vorsehen, der Rest ist Grüngebiet verschiedenster Form und soll  so erhalten bleiben, betonen die Planer. Angebunden an das bestehende BP-Werk wird das neue Werksgelände durch einen Brückenschlag über die Ulfkotter Straße und durch eine zusätzliche Werkseinfahrt etwa gegenüber dem Bellendorfsweg.

Das Gelände wird schon heute von BP als Container- und Lagerplatz benutzt. Bis das Unternehmen das bebauen könnte, vergehen voraussichtlich noch 16 Monate: Erst  für die letzte Sitzung vor der Sommerpause 2011 ist der Satzungsbeschluss im Rat vorgesehen. Zwischenzeitlich werden Bürgeranhörung, die Be-fragung beteiligter Träger, eine weitere politische Beratung und die Offenlegung der Pläne erfolgen. Ob dann BP baut, ist noch eine andere Frage.

Eine andere Frage ist auch die Zukunft des westlichen Ausweitungsgeländes nördlich Bellendorfsweg bis Fünfhäuserweg. Hier sei zunächst keine weitere Planung vorgesehen, so Arens. Allerdings wollen man auch keine dynamische Entwicklung aufhalten, signalisiert er grundsätzliche Planungsbereitschaft.


 

Chemiestandort

Norderweiterung am Chemiestandort Scholven?

08.03.2010 | Redakteur: Sonja Beyer